
Stadtspaziergang im 1. Wiener Gemeindebezirk
Wie kann eine dicht bebaute Großstadt wie Wien auf Klimawandel und Hitzestress reagieren – inmitten von Gründerzeitfassaden, engen Innenhöfen und strengen Auflagen des Denkmalschutzes?
Naturbasierte Lösungen gelten als wichtiger Ansatz, um aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust oder zunehmendem Flächendruck in Städten zu begegnen. Grundlage dafür sind sogenannte Ökosystemleistungen – also Beiträge der Natur zum menschlichen Wohlbefinden. Gleichzeitig bildet Biodiversität eine wichtige Voraussetzung dafür, dass diese Leistungen langfristig erhalten bleiben.
Gemeinsam erkunden wir, was das konkret im dicht bebauten Wiener Stadtkern bedeutet: Wo stoßen Denkmalschutz und Klimaanpassung aufeinander? Und wie lassen sich beide Anliegen miteinander verbinden? Welche historischen Pflanzenarten prägen die Stadtgärten des 1. Wiener Gemeindebezirks, (wie) tragen sie zur Biodiversität bei, und wie gut sind sie für das Klima von morgen gerüstet? Wir werfen einen Blick auf Baumarten und Bepflanzungen und fragen, welche davon tatsächlich hitze- und trockenheitsresistent sind.
Darüber hinaus beleuchten wir Sanierungsmaßnahmen an historischen Gebäuden und zeigen auf, worauf bei der Umsetzung zu achten ist, damit Biodiversität gefördert statt gefährdet wird – etwa wenn es um den Erhalt von Nistmöglichkeiten für Brutvögel geht.
Der 90-minütige Spaziergang verbindet Theorie und Stadtpraxis: Expert*innen-Wissen trifft auf konkrete Orte, sichtbare Spannungsfelder und Lösungsansätze mitten im historischen Wien.
Der Stadtspaziergang in Wien findet im Rahmen des Horizon Projekt eNaBlS (Education and Nature Based Solutions) statt. Veranstaltet wird er vom Ring Österreichischer Bildungswerke in Kooperation mit dem Verein Europäischer Klimawanderung, der Universität für Bodenkultur und der 3s Unternehmensberatung. Im Zuge des Projekts wird der Spaziergang wissenschaftlich begleitet.



